Chinesen besuchen ZaR

Münster, 1. September 2010. Das Zentrum für ambulante Rehabilitation (ZaR) war aktuell das Ziel einer Delegation aus China. Die asiatischen Fachleute aus dem Gesundheitsbereich nutzten ihre achttägige Europareise um sich über die Struktur und Arbeitsweise dieser besonderen Reha-Einrichtung zu informieren. Bei den sieben Gästen handelte es sich um Vertreter des chinesischen Gesundheitsministeriums sowie Ärzte und Manager von Rehaeinrichtungen aus der Provinz Hangzhou. Organisiert wurde das Treffen vom Centrum für Krankenhaus-Management (CKM) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
„Wir freuen uns sehr über den Besuch und auf den Austausch mit den Kollegen in China“, fasste Christoph Wolters, Geschäftsführer des ZaR, seine Begrüßung der Delegation zusammen. In seiner Präsentation erläuterte er die Besonderheiten der ambulanten Rehabilitation und betonte die Bedeutung der Einrichtung. „Getragen von allen münsterschen Krankenhäusern und weiteren Kliniken hat sich das ZaR zu einem Rehabilitations- und Präventionszentrum entwickelt, das aus der hiesigen Gesundheits- und Wirtschaftsregion nicht mehr wegzudenken ist.“ Die Gäste bekamen einen Überblick über das Therapieangebot und die Indikationsbereiche sowie die Vernetzung mit regionalen Gesundheitspartnern. Anschließend besichtigten sie die Räumlichkeiten und waren eine der ersten, die den Erweiterungsbau begutachten konnten. „Aufgrund der steigenden Nachfrage wurde ein Anbau dringend notwendig. Mit diesen zusätzlichen Räumen weiten wir die Nutzfläche auf 7200 qm aus – mehr als das Doppelte des bisherigen Platzes“, erklärt Wolters und ergänzt: „Im November diesen Jahres werden wir die Räume beziehen.“
Das Qualitätsmanagement lebt! Zertifizierung des ZaR erfolgreich
Das Zentrum für ambulante Rehabilitation in Münster – ZaR - hat im Juni seine Erstzertifizierung nach der DIN EN ISO 9001: 2008 erfolgreich absolviert.
Die beiden Auditorinnen der renommierten Zertifizierungsgesellschaft DQS GmbH, Frankfurt bescheinigten dem Team des ZaR ein exzellent aufgestelltes Qualitätsmanagement-System mit einem hohen Durchdringungsgrad in der gesamten Mitarbeiterschaft.
Das ZaR hat sich vor etwa 2 Jahren entschieden, ein systematisches Qualitätsmanagement einzuführen. Vor allem mit Blick auf die dynamisch und schnell wachsende Einrichtung sollte eine strukturierte und durchgängig an den Patientenbedürfnissen ausgerichtete Organisation jederzeit gewährleistet sein. Dabei stand von Anfang an fest, dass man sich auch einer externen unabhängigen Bewertung unterziehen will. Die Mitarbeiter haben sich mit großem Engagement im Rahmen von Prozessanalysen und Projektarbeit mit eingebracht. Das gesamte ZaR hat einen hohen Nutzen hinsichtlich der Regelungen von Arbeitsabläufen und Schnittstellen erfahren können.
Frau Dr. Kirsten Teetz berät beim Aufbau eines Neurozentrums im Iran
Das deutsche Ärzteteam mit Frau Dr. Kirsten Teetz vom ZaR (fünfte von links) wird die Kollegen vom Razavi International Hospital in Mashad beim Aufbau eines Neurozentrums unterstützen.
Im Dezember 2009 besuchte Frau Dr. Kirsten Teetz, leitende Ärztin des Bereichs Neurologie im ZaR, das Razavi International Hospital in Mashad im Iran. Zusammen mit weiteren Neuromedizinern war sie der Einladung der Astan Quds Razavi Stiftung gefolgt, um den Aufbau eines geplanten Neurozentrums zu unterstützen. Neben der Neurologie, Neurochirurgie und –radiologie wird das Zentrum zukünftig über eine neurologische Rehabilitation verfügen. Über die Besonderheiten bei der Entwicklung und Durchführung einer solchen Neuro-Rehabilitation klärte Dr. Teetz auf und beriet das iranische Planungsteam bei Fragen der Umsetzungsmöglichkeiten. „Nach neurochirurgischen Eingriffen und erworbenen Hirnschädigungen ist eine neurologische Reha dringend erforderlich, damit der Patient wieder an einem erfüllten Leben teilhaben kann“, erklärt sie die Bedeutung dieses Fachbereiches.
Frau Dr. Teetz engagiert sich in Münster in einem städtischen Kooperationsprojekt zur Prävention und Therapie unfallbedingter Schädel-Hirn-Traumata. Auch für Mashad, mit vier Millionen Einwohner zweitgrößte Stadt im Iran, sieht sie hier Handlungsbedarf: „Die Unfallrate mit Kopfverletzungen ist in Mashad besonders hoch – bei den chaotischen Verkehrsverhältnissen in der Stadt leider nicht verwunderlich. Auch für Mashad wäre eine solche Zusammenarbeit zwischen Stadt, Krankenhaus und Reha wünschenswert.“
Der Besuch des 10-köpfigen Expertenteams aus ganz Deutschland dauerte eine Woche und wurde von Professor Dr. Ali Gorji, Neurophysiologe an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, organisiert. Nicht nur Operationen, Rundgänge im Hospital und medizinische Fachgespräche standen auf dem Programm. Die Neuromediziner haben viele Einblicke in die Stadt und die iranische Lebensweise bekommen. So war das Tragen eines Kopftuches im Alltag und eines Tschadors beim Besuch des heiligen Bezirks für die weiblichen Gäste eine zunächst ungewohnte aber verpflichtende Landestradition. „Wir haben sehr viele spannende Eindrücke gewonnen und ich habe nur freundliche, offene Menschen kennengelernt. Es ist mir ein besonderes Anliegen, diese Menschen mit der Beratung beim Neurozentrum zu unterstützen“, so Dr. Teetz abschließend.
Das Razavi International Hospital in Mashad ist vier Jahre alt und außerhalb Teherans das modernste Krankenhaus im Iran. Es ist ein Krankenhaus der Akutversorgung und hat aktuell rund 800 Betten. Ein Ausbau ist geplant. Neben dem bereits bestehenden Kardiologischen Zentrum ist nun auch die Einrichtung eines Neuro- Zentrums zur systematischen, vernetzten Zusammenarbeit von Neurochirurgie, Neurologie, Neuroradiologie und Neurorehabilitation geplant. Das komplette Neuro-Zentrum soll 2014 fertig gestellt sein. Ab etwa 2012 soll darüber hinaus ein umfassender neurologischer Forschungsbereich eingerichtet werden.
Träger des Krankenhauses ist die Astan Quds Razavi Stiftung. Es ist eine der größten schiitischen Stiftungen des Irans. Durch ihre finanzielle Unterstützung können die Patienten, die aus dem Iran, aus Afghanistan und Tadschikistan anreisen, zum Teil kostenlos behandelt werden.
Rezept für den Monat September
Lachs im Gemüsebett
Zutaten:
4 Scheiben Lachs (je etwa 200g)
Zitronensaft
200 g Porree
200g Möhren
200g Sellerie
30 g Olivenöl
Salz, Pfeffer,
¼ l Weißwein oder Gemüsebrühe
Zubereitung:
Lachs mit Zitronensaft beträufeln, Gemüse in sehr feine Streifen schneiden. Öl erhitzen, Gemüse darin 5 Minuten andünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in eine gefettete Auflaufform geben. Lachs salzen, auf das Gemüse legen. Wein darüber gießen und die Form zugedeckt in den vorgeheizten Backofen setzen.
Bei 180°C ca. 20 bis 25 Minuten garen.
Evt. mit etwas Sauce Hollandaise servieren. Als Beilage eignen sich Salzkartoffeln, Brot und Salat.
Guten Appetit wünscht Sabine Roeder (Ernährungsberatung ZaR)
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